Flatus Vaginalis oder der Scheidenpups und was da wirklich hinter steckt

Flatus Vaginalis ist der Austritt von Luft aus der Vagina, vor allem beim Geschlechtsverkehr und beim Sport. Der Flatus Vaginalis ist vielen sicher auch gängiger als Scheidenpups, Scheidenfurz etc. bekannt. Das ist echt kein Thema das jemals auf meiner Liste stand, aber das nur nebenbei. Auch die unschönen Dinge im Leben müssen ja mal benannt werden. 😅

Wenn du „Scheidenpups“ googelst, findest du ehrlich gesagt nur Müll. Wie immer wird erwartet, dass Frau ein so unangenehmens Thema einfach hinnehmen muss.

Das möchte ich mit diesem Eintrag jetzt ändern, denn die Zeit des Hinnehmens ist hiermit beendet!

Wie kommt es, das du die Luft vorne nicht so gut halten kannst, wie hinten?

Du würdest zum Beispiel bei einem Date sicher nicht pupsen, sondern den Pups nach Möglichkeit kontrollieren und zurückhalten. Beim Scheidenpups geht das eben nicht. Er ist mächtig laut und unkontrollierbar, stinkt aber zum Glück nicht.

Das liegt schlicht und ergreifend daran, das der Schließmuskel des Popos komplett schließt, wohingegen der Schließmuskel der Vagina es eben nicht tut und so noch ein wenig Platz für Luft hat und diese auch gerne mal eingesaugt werden kann. (Keine Angst, das passiert nicht beim Date am Esstisch).

Aber wie kommt denn nun die Luft in die Vagina?

Luft wird unbewusst in die Vagina gesaugt, bei Positionen in denen die Hüfte ein wenig höher als der Brustkorb ist. So kann es nämlich zu einer Organverschiebung Richtung Zwerchfell kommen und es entsteht eine art Vakuum. Dieser leere Raum wird mit Luft gefüllt und der Scheidenpups entsteht. Der Einsaug-Effekt kann noch verstärkt werden, wenn du gleichzeitig deinen Bauch einziehst.

Hier ein Beispiel…

Du liegst auf dem Rücken und bekommst die Anweisung „Bauchnabel sanft zur Wirbelsäule“ ziehen und kippst leicht dein Becken nach hinten und schon kann es passieren, dass du mit deiner Vagina Luft eingesogen hast und dir der unerwünschte Scheidenpups entweicht.

So verhinderst du den Scheidenpups

Wenn du richtig ausgerichtet bist, gut atmest und informiert trainierst, sollte sich das Problem recht gut lösen lassen. Natürlich kannst du auch drauf achten in welchen Positionen es eher auftritt (kopfüber, liegend, Vierfüßler).

Probiere es doch mal aus…

Komm in einen Vierfüßlerstand und stütze dich dabei auf deine Unterarme. Achte auf deine Atmung.

Weitet sich dein Brustkorb? Ziehst du deinen Bauch ein? Wenn ja, wann und wieso? Es könnte schon das erste vaginale Einatmen von Luft sein. Experimentiere ein wenig. Schaffe das Bewusstsein für ungünstige Körperhaltung, Atemmuster und schwache Bauchmuskulatur.

Und ja, hier heißt es viel Geduld haben, viel probieren, testen, sich trauen.

Gut zu wissen..

Organe bewegen sich bis zu einem gewissen Grad immer. Allerdings kann der Scheidenpups auch drauf hinweisen, dass deine Bauchmuskulatur zu schwach ist, um deinen Organen genügend Stabilität zu bieten und sie daher „wild und unkontrolliert in dir herumfliegen“. Es wird, wie gesagt, ein leerer Raum geschaffen, der sich nun problemlos mit Luft füllen kann, dies gilt es zu vermeiden.

Fazit

Mit richtigem Beckenboden- und Bauchmuskeltraining und bewusster Atmung ist diese Unannehmlichkeit schnell gelöst.

PS: Verrate mir doch, wie es für dich funktioniert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.